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D-79713  Bad Säckingen

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Montag - Freitag

09.00 - 10.30 Uhr

 

     

FAN - Abenteuer AG     

 
     

Dienstag: 14.00 Uhr - 17.00 Uhr

mit Hr. Meybrunn, Hr. Borrmann

 
   

ein erlebnispädagogischer Versuch

 
   

Unter dem Begriff Erlebnispädagogik lassen sich Aktionen und Projekte zusammenfassen, die (persönliches oder gemeinschaftliches) Tun, Abenteuer, Phantasie und Aktionen indoor und outdoor beinhalten, die den Beteiligten Erlebnisqualitäten vermitteln, welche für ihre persönliche und soziale Entwicklung nachhaltig wirksam sein können.

Konkret beinhaltet Erlebnispädagogik eine Vielzahl von Aktionen wie Wanderungen, Zeltlager, Orientierungsmärsche mit Karte und Kompass, Klettern und andere Outdoor-Aktivitäten, Abenteuerspiele, -aktionen oder parcours, Team-Kooperations-Spiele und vieles mehr.

Aus diesem „großen Topf“ erlebnispädagogischer Aktivitäten und Möglichkeiten versuchen wir in unserer „ABENTEUER-AG“ einiges zur Anwendung zu bringen. Den Bewegungsdrang unserer Schüler aufgreifend, beginnen wir mit bewegungsintensiven Laufspielen, deren strategischer Anspruch sich im Verlauf steigert. Team-Kooperationsspiele, wie beispielsweise der „Schokoladenfluss“, wo die Kinder mit Hilfe einer Anzahl von Holzplättchen eine bestimmte Strecke überwinden müssen, bringen eine neue Qualität in die Spielgruppe : Alle zusammen „gewinnen oder verlieren“. Es gibt Spiele gegen die Uhr, bei denen es darum geht, dass die Gruppe Strategien entwickelt, um erfolgreich zu sein. Konzentrationsspiele und Entspannungsübungen sollen die Eigenwahrnehmung wie auch das Einfühlungsvermögen fördern. Es gibt Vertrauensspiele und in Planung ist der Besuch der Kletterhalle im Jugendhaus Bad Säckingen. Für Frühjahr und Sommer sind zudem zahlreiche Outdoor-Aktivitäten vorgesehen wie Wanderungen, Geländespiele, Bachwanderungen, Klettern am Felsen und vieles mehr....

 Hier geht es in allererster Linie um das „Selber-Machen“. Die Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, sich selbst und die Anderen im gemeinsamen Planen, Handeln und Erleben zu erfahren und ihre eigenen wie auch die Potentiale der Gruppe zu entwickeln und zu erweitern.

Erlebnispädagogik zielt auf das Wachstum des ganzen Menschen und auf die Verwirklichung menschlicher Potentiale (wie das im Bereich der Theaterpädagogik auch der Fall ist). Ausgehend von der Hypothese, dass der durchschnittliche Mensch in unserer Zeit 85 bis 95(!)% seines Potentials nicht nutzt, ist davon auszugehen, dass es für jeden von uns zu jeder Zeit noch sehr vieles gibt, was er an sich selbst entdecken kann. Fähigkeiten, Kräfte und Begabungen können aufgespürt und erfahren werden, wenn der Mensch seinen gewohnten „sicheren“ Rahmen verlässt und sich auf neue Erfahrungen einlässt. Dies kann beispielsweise geschehen, wenn ich beim Klettern oder Abseilen meine eigenen Grenzen erfahre und erweitere, wenn im Rahmen einer Höhlenbegehung neue und starke Erlebnisqualitäten innerlich Raum greifen oder wenn im Rahmen eines Abenteuer- oder Teamkooperations-Parcours ich die eigene Kreativität und die der Anderen neu erfahre und zur Anwendung bringen lerne.

Erlebnispädagogik ist Selbsterfahrung und Gemeinschaftserfahrung. Sie setzt bei den Stärken des Einzelnen an.                                            

Selbstorganisation, Selbsttätigkeit und Selbstreflexion (beim Einzelnen wie im Team) verhelfen dem Lernenden zu einer Erfahrung von Autonomie, lehren ihn das Gefühl, fest auf den eigenen Füßen in der Welt zu stehen als eigenständige Person, aber deswegen nicht allein. Erlebnispädagogik so verstanden zielt klar auf die Stärkung der Persönlichkeit.